Branding

Heutzutage definiert man unter dem Begriff Branding mehrere Bereiche, aber anfänglich stammt diese Definition “Branding“ aus der Pferde- respektive Viehzucht.

Früher wurden Pferde nach Rasse oder Eigentümer gebrandmarkt, weitaus weniger verbreitet waren auch Brandzeichen bei Viehzuchten anzufinden. Brandzeichen bei Tieren vernarbten wodurch wiederum das Fell an dieser Stelle nicht mehr nachwuchs, deshalb bleiben Brandzeichen auf Dauer sichtbar.

Bei Brandings als Form von Körperkunst unterscheidet man zwischen zwei Varianten, die weitaus am meistverbreitete ist die (Heissbrand) Version, dabei wird ein Eisen erhitzt und auf die Haut gedrückt.
Weniger bekannt ist die (Kaltbrand) Version, dabei wird ebenfalls ein Eisen in flüssigem Stickstoff auf minus 80° C heruntergekühlt und auf die Hautgedrückt.
Es ist empfehlenswert nur einen Profi aufzusuchen und keine Selbstversuche am eigenen oder fremden Körper durchzuführen.

Beim gängigen Branding für Zweibeiner wird das gewünschte Motiv meistens in mehrere kleinere Eisenteile nachgeformt, die entsprechende Form wird über einer Gasflamme auf ca. 900° C erhitzt. In der Regel wird nur Gas als Brennstoff verwenden, da die Flamme nahezu frei von Russ und sonstigen Rückstände ist.

Die Form wird für wenige Augenblicke auf die Haut gepresst, die genaue Dauer wird vom Profi individuell festgelegt und kann nicht angegeben werden. Der schmerz wird als kurz und auszuhalten beschrieben, jedoch werden durch den Brennvorgang Endorphine ausgeschüttet, die wiederum Euphorie auslösen könnten.

Ebenfalls aufkommend sind so genannte “Cautery Pens“, dass sind Batterie betriebene Brenneisen die ausschauen wie ein Kugelschreiben, und genau so wird er eingesetzt, der vordere Teil wird Heiss und eignet sich mehr oder weniger um Muster auf die Haut einzubrennen. Profis raten jedoch generell von der Benutzung ab, da weder die Batterie noch das Gerät die nötige Kraft aufbringen kann um wirklich ein Vergleichbares Resultat zu einem herkömmlichen Branding zu erreichen.

Der Cautery Pen wird oft von Neueinsteiger oder zum Selbstversuch eingesetzt, die Risiken sind aber trotzdem nicht zu unterschätzen!

Generell zum Branding

Die Wundheilung beträgt zwischen 14 und 21 Tage und sollte mit Wundsalbe behandelt werden. Der Schorf sollte nicht abgekratzt werden, da die Brandlinien sonst verlaufen können und somit verwaschen ausschauen. Bei einem professionell ausgeführten Branding, sowie bei normaler Körperhygiene sollte es während der Abheilzeit zu keinen Komplikationen kommen, ausgenommen ist die Narbenbildung die von den Keloiden abhängig ist.

Bei Menschen mit heller Haut, bleibt das Branding als weisse kaum erhabene Narbe für ca. 5 bis 7 Jahren auf der Haut, je nach Tiefe, Zeitdauer des brennen sowie die Breite der Eisenformen kann die Narbe auch leicht rötlich bleiben.

Bei Menschen mit dunkler Haut, bleibt meistens eine helle leicht bis mittel erhabene Narbe zurück, für die Bildung der Narben sind die so genannte Keloiden verantwortlich, in der Regel geht man davon aus, dass je dunkler der Hauttyp, desto mehr Keloiden sind vorhanden.

Nicht jede Körperstelle ist für ein Branding geeignet, es ist wichtig dass Stellen unter denen Sehnen, Gefässe oder Gelenke verlaufen nicht gebrandet werden sollten. Gebrandet können Körperstellen unter denen sich Muskel- und Bindegewebe befinden, zum Beispiel Oberschenkel, Po und Oberarme.

Wer ein Branding machen will, muss folgende Punkte berücksichtigen:


Branding-Video

(Bild von By Edgeplay101 (Own work)[see page for license], via Wikimedia Commons unter CC-Lizenz)


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