Body Suspension

Suspension bezeichnet das Aufhängen einer Person an durch die Haut gepiercte Haken. Dieser Akt hat eine lange Tradition als Initiationsritual bei Indianerstämmen in Nordamerika sowie in Indien. Die bekannteste Referenz auf Suspensions in Mainstream-Medien ist der Film "A Man called Horse", wo der Darsteller Richard Harris ein O-Kee-Pa Sonnentanz-Ritual mitmacht. In den letzten 30 Jahren sind Suspensions durch die Modern Primitives Bewegung wieder aufgegriffen worden und auch in der heutigen Bodymodification-Szene erfreuen sie sich wachsender Beliebtheit.

Ablauf

In der Position in der man anschliessend hängen wird, werden die Positionen der Haken angezeichnet, dabei wird auf eine möglichst ausgewogene Verteilung der Belastung geachtet. Anschliessend werden meist Needleblades (siehe Artikel über Piercings) vorne auf die Haken gesteckt und diese so durch die Haut gepierct; es gibt aber auch andere Methoden. Diese geht am schnellsten und ist am schmerzfreisten.
Sind die Haken in der Haut, werden sie mit Seilen und Karabinern mit dem meist "Structure" genanntem Gerüst verbunden.
Der Zug auf die Haut wird mehr und mehr erhöht, bis man ganz in der Luft hängt. Je nach Vorliebe bleibt man einfach ruhig hängen oder kann ein wenig rumschwingen, das ganze dauert zwischen ein paar Sekunden bis Stunden, wiederum je nach Vorliebe.

Warum?

Verständlicherweise ist dies eine sehr häufig gestellte Frage. Es gibt viele verschiedene Motivationen sich an Haken aufhängen zu lassen.
Die Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, jede Person hat ihre individuellen Motivationen und bei der ersten Suspension sind diese sicher anders als bei den darauf folgenden. Wer der Thematik wirklich auf den Grund gehen will, muss es selber versuchen ;)

Schmerz

Das Stechen der Löcher für die Haken schmerzt nicht mehr als ein gewöhnliches Piercing, aber wie immer gibt es von Person zu Person grosse Unterschiede. Bei allen ist aber ein paar Minuten nach dem Einführen der Haken der Schmerz vorbei.
Zu Beginn wird zur Angewöhnung nur ein wenig am Seil gezogen. Dabei wird ein gewisses Ziehen verspürt, welches bei stärker werdendem Zug je nach Person ziemlich stark werden kann. Die ersten Minuten muss man auf die Zähne beissen, aber wenn man das überstanden hat sind die Schmerzen vorbei weil der Körper Glückshormone ausschüttet.

Gefahren

Es ist natürlich wichtig dass der Piercer sauber arbeitet, vor Allem um Kreuzkontamination zu verhindern. Da die Löcher für die Haken aber nur sehr kurz offen sind, ist die Infektionsgefahr relativ klein.
Der ausführende muss auch eine gewisse technische Erfahrung aufweisen können. Die Positionierung der Haken, die Knotenbindung, die Gerüste etc. das alles muss beherrscht werden. Wenn in diesem Bereich Fehler passieren können sich Leute die Knochen brechen wenn die Haken ausreissen oder ein Seil das Gewicht nicht zu tragen vermag.
Je nach Stoffwechsel kann es passieren, dass Leute ein wenig weggetreten sind bei ihrer Suspension. Es kann auch vorkommen, dass einem Aufgehängtem übel wird.

Wo kann man sowas machen?

Es hört sich auf den ersten Blick so an als könne jeder Piercer sowas machen. Allerdings gehört weit mehr dazu als nur das Wissen wie man eine Nadel durch die Haut stosst. Es gibt auf der ganzen Welt Body Suspension Groups welche private Suspensions ermöglichen, ausserdem finden v.A. in den USA Suspension-Anlässe wie z.B. die alljährliche SusCon auf Rhode Island statt. Hierzulande gibt es natürlich das SwissModMeeting, dort kann man auch Leute kennenlernen die es einen neben dem Event ermöglichen einmal zu hängen. Häufig wird auch nach dem Preis gefragt, dieser bewegt sich zwischen 80 und 200 Franken (50-150€), abhängig davon wer es macht, ob man befreundet ist, ob man die Haken behalten kann etc...

Body Suspension-Videos





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