Punchen

Punchen in das Ausstanzen eines kreisförmigen Lochs mit einer Biopsie-Nadel. Sinn macht das bei Knorpelgewebe, da die Abheilung wesentlich schneller erfolgt und der vielfach auftretende "Druckschmerz" durch verdrängten Knorpel vermieden werden kann. Ausserdem können mit dieser Methode Löcher mit Durchmessern von bis zu 12mm oder mehr gestanzt werden.
Sehr geeignete Stellen sind Ohrknorpel, Nasenflügel und -scheidewand.

Prozedur

Es gibt mehrere Methoden zum Punchen, aber entgegen den Erwartungen entspricht es meist dem Stechen eines normalen Nadelpiercings:
Jeder Piercer hat natürlich seine bevorzugte Methode von der er denkt dass sie ideal ist. Objektiv betrachtet hat das sofortige Dehnen den Nachteil dass Druckschmerz entsteht und den Vorteil dass es wenig bis gar nicht bluten wird. Die ersten beiden Methoden sollen beide die Abheilzeit verkürzen, aber da sind sich die Piercer (noch?) nicht einig. Hier eine Bildsequenz eines gepunchten "Industrial"-Piercings:

Die Punches liegen bereit


Punch anlegen...


...und durch


Einführen des Schmucks

Abheilung

Im Internet findet man Märchengeschichten über durchschnittliche Abheilungszeiten von gepunchten Knorpelpiercings um die 4 Wochen, was vollkommen illusorisch ist. Es mag ein paar Wochen weniger als beim Stechen dauern, aber so kurz wie oft propagiert sicher nicht.

Zuwachsen

Viele Leute behaupten dass ein gepunchtes Loch nie mehr zuwachse. Einerseits kann sich der Knorpel zwar nicht wieder bilden, aber meist wächst eine Hautschicht über das Loch. Sogar bei grösseren Löchern wie 8mm kommt dies häufig vor.


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